Kraftwerksstrategie: Weg frei für erste Ausschreibungen im Jahr 2026?
- vor 4 Tagen
- 1 Min. Lesezeit
Auch für das begonnene Jahr 2026 sind wieder wichtige energiepolitische Impulse zu erwarten. Weit oben auf der politischen Agenda der Bundesregierung befindet sich dabei, sich auf eine Kraftwerksstrategie festzulegen, welche die Bundesregierung bereits seit mehreren Jahren intensiv diskutiert. Im Mittelpunkt stand dabei seit jeher, dass der Bund neue steuerbare Kapazitäten ausschreiben will.
Zur Erinnerung: Solche Kapazitäten werden allgemein als notwendig erachtet, weil durch den von Jahr zu Jahr höheren Anteil volatiler erneuerbarer Energien im Stromsystem sonst die Stabilität der Stromnetze auf Dauer nicht mehr angemessen sichergestellt werden kann.
Diese Situation wird im bestehenden „Energy-Only-Markt“ noch dadurch verschärft, dass sich der Strompreis nach dem sogenannten „Merit-Order“-Prinzip richtet. Das heißt, der Preis orientiert sich immer an der jeweils teuersten Erzeugungsquelle, die noch benötigt wird, um die Nachfrage zu decken. Immer häufiger können die fossilen Kraftwerke mit ihren hohen Grenzkosten für Brennstoffe nicht mehr mit den erneuerbaren Anlagen konkurrieren.
Kommentare