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„Eine Brücke, um erneuerbare Moleküle schrittweise in das Energiesystem zu integrieren“: Ein Gespräch mit Stefan Judisch

  • janinejobst
  • 13. Jan.
  • 1 Min. Lesezeit

Energieblog: Sehr geehrter Herr Judisch, wenn jemand in der deutschen Energiewirtschaft früher „Gas“ sagte, war jedem klar, dass es um Erdgas geht und es wurde nur noch gefragt, ob H- oder L-Gas. Inzwischen haben sich alle auch an den Begriff LNG gewöhnt. Bei Ihnen liest man nun aber auch immer wieder von „e-NG“. Was ist damit gemeint?

Stefan Judisch: e-NG ist klimaneutrales synthetisches Methan, das chemisch identisch mit herkömmlichem Erdgas ist. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch darin, dass e-NG ein vollständig erneuerbares und klimaneutrales Molekül ist. Es wird aus grünem Wasserstoff und klimaneutralem CO₂, beispielsweise aus biogenen oder anderen Quellen wie z.B. Direct Air Capture, hergestellt. Es ermöglicht eine sofortige Reduktion von fossilen CO₂-Emissionen und unterstützt damit den Aufbau einer defossilisierten Energieversorgung, ohne bestehende Systeme abrupt abzuschaffen. Denn es hat den Vorteil, dass damit die volkswirtschaftlichen Kosten der Transformation über einen längeren Zeitraum gestreckt werden können.

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